Giraffen schlafen nur etwa 30 Minuten pro Tag

Giraffen schlafen nur etwa 30 Minuten pro Tag

Giraffen ziehen mit ihrer außergewöhnlichen Körpergröße, den langen Beinen und dem markanten Hals überall Aufmerksamkeit auf sich. Doch eine ihrer erstaunlichsten Eigenschaften spielt sich meist ungesehen ab: Giraffen schlafen kaum. Tatsächlich kommen sie im Durchschnitt nur auf etwa 30 Minuten Schlaf pro Tag.

Der Grund dafür liegt in ihrer Größe und Lebensweise. Giraffen sind Pflanzenfresser, die weite Savannengebiete bewohnen, in denen sie potenziell von Raubtieren wie Löwen bedroht werden. Ein liegendes Tier mit einem langen Hals und langen Beinen braucht viel Zeit, um aufzustehen. Während dieser Zeit wären sie leichte Beute. Deshalb vermeiden Giraffen langes Liegen und schlafen stattdessen in kurzen, sehr flachen Schlafphasen.

Typischerweise bestehen diese Schlafphasen aus mehreren 2–5-Minuten-Etappen, die sie über den Tag und die Nacht verteilen. Die meisten davon verbringen sie stehend. Nur selten legen sie sich hin und wenn doch, dann oft nur für wenige Minuten, um einen kurzen Tiefschlaf zu halten. Dabei krümmen sie ihren Hals über den Rücken und legen den Kopf auf die Hüfte oder den Oberschenkel.

Auch im tiefsten Schlaf bleiben Giraffen extrem aufmerksam. Ihr Gehirn schaltet nie vollständig ab. Diese Fähigkeit ermöglicht es ihnen, blitzschnell zu reagieren, wenn Gefahr droht. Ein weiterer Faktor ist ihr hoher Energiebedarf: Aufgrund ihrer Größe müssen Giraffen fast ununterbrochen fressen. Mehr als 16 Stunden pro Tag verbringen sie damit, Blätter, Knospen und Zweige zu zupfen.

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